UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoři

Das Erzgebirge ist ein herausragendes Zentrum wissenschaftlich-technologischer Bergbauinnovation und eine einmalige montane Kulturlandschaft. Dies wurde mit dem UNESCO-Welterbetitel geadelt – dank dem Engagement vieler, gebündelt in der Projektsteuerung durch uns.

Der Bergbau ist ein weltweites Phänomen, dessen Anfänge bis in frühgeschichtliche Zeiten zurückreichen und das bis in die Gegenwart hinein eine fortwährende Bedeutung für die Menschheit hat. Die Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří nimmt dabei im weltweiten Kontext eine herausragender Bedeutung ein: Insbesondere die große Bandbreite an montanen, industriellen und kulturellen Sachzeugen und die damit verbundenen kulturellen Werte sowie die Vielfalt der gewonnenen und verarbeiteten Rohstoffe sind es, die das Erzgebirge zu einer einzigartigen montanen Kulturlandschaft machen. Eine weitere Besonderheit liegt schließlich noch in ihrem grenzübergreifenden Charakter, der so bislang im Kontext des montanen Welterbes einzigartig ist. 17 sächsische und 5 tschechische Bestandteile wurden zur Aufnahme als Sachzeugen der 850-jährigen Bergbau- und Hüttengeschichte, in die Welterbeliste der UNESCO ausgewählt.  

Um dieses Projekt zu Realisieren haben die drei Landkreise Mittelsachsen, Erzgebirgskreis und Sächsische Schweiz/Osterzgebirge, sowie 32 Städte und Gemeinden, den Trägerverein Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V. gegründet. Die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH fungierte als langjähriger Projektsteuerer und beauftragte Geschäftsführung des Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V. In dieser Aufgabe übernahm sie die Vorbereitung des Managements sowie die Organisation der Gremien. Außerdem verantwortete die Gesellschaft alle projektbezogenen Marketingaktivitäten, sorgte für die Vernetzung der Partner und erarbeitete die zukünftige Struktur des Projektes nach der Verleihung des Welterbetitels.

Im Laufe des Jahres 2020 wurde die Aufgaben der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH an die neu gegründete, eigenständige Geschäftsstelle des Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V. übergeben.

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Portrait-Foto von Matthias Lißke

Matthias Lißke

Geschäftsführung


Projektsteuerung

01. Juli 2011 bis 30. Juni 2020


WIR SIND WELTERBE!

Ernennung der Montanregion Erzgebirge/Krusnohori zum UNESCO-Welterbe

Am 6. Juli 2019, während der Sitzung der UNESCO in Baku, wurde die Montanregion Erzgebirge/Krusnohori offiziell zum UNESCO-Weltrerbe ernannt.

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Was bringt uns der Titel?

Vorteile 

Der UNESCO-Welterbetitel ist international bekannt und genießt sehr hohes Ansehen. Vor allem die Tourismuswirtschaft wird durch den Titel direkt profitieren. Gleichzeitig sind zwei weitere Aspekte maßgebend: Der Welterbetitel bringt einen erheblichen Imagegewinn für die Region mit sich und wirkt sich positiv auf das Zugehörigkeitsgefühl sowie die regionale Identität der Bevölkerung aus. Beide Sachverhalte spielen eine große Rolle, wenn es um die Zukunftsfähigkeit der Region geht. Identitätsstiftung ist auch ein Weg, um gut ausgebildete Menschen am Standort Erzgebirge zu halten.

Pflichten 

Mit der Aufnahme in die Welterbeliste verpflichtet sich der Vertragsstaat, die Welterbestätte dauerhaft zu schützen, zu erhalten und an zukünftige Generationen weiter zu vermitteln. Gleichsam sind die Staaten verpflichtet, alle sechs Jahre über den Zustand der Stätten zu berichten (Monitoring), damit festgestellt werden kann, ob die Bedingungen für die Anerkennung als Welterbe weiterhin erfüllt sind.


Großer Sächsischer Bergmännischer Zapfenstreich

Nachdem bereits am 6. Juli 2019, während der Sitzung der UNESCO in Baku, die Montanregion Erzgebirge/Krusnohori in die Liste des Welterbes aufgenommen wurde, stand die Übergabe der offiziellen Urkunde noch aus. Am 14. September 2019 erfolgte in Freiberg die feierliche Übergabe der Urkunde zur UNESCO Welterbe-Ernennung der „Montanregion Erzgebirge/Krusnohori“ durch die Staatsministerin Michelle Müntefering vom Auswärtigen Amt an den Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Michael Kretzschmer und den Vorsitzenden des Welterbevereins e.V., Volker Uhlig.

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